Antibiotika – neue Ansätze gegen Resistenzen

Antibiotika - neue Ansätze gegen Resistenzen

Von überall ist zu erfahren, dass uns die Antibiotika ausgehen. Immer mehr Bakterien werden multiresistent gegen alle Antibiotika und es scheint keine Lösung in Sicht.

Doch nun gibt es vielversprechende Ansätze, auf die eigentlich schon Alexander Fleming kommen konnte. Immerhin hatte er die Resistenzen bei übermäßiger und falscher Anwendung vorhergesagt.

Neueste Forschungen beschäftigen sich mit den Pilzen selbst und warum diese trotz der vielen Bakterien bis heute überlebt haben. DerGrund ist denkbar einfach, denn von Natur aus sicht Bakterien und Pilze Totfeinde und rüsten ständig auf. Während man von den Pilzen eigentlich nur die chemische Substanz verwendet, welche die Bakterien tötet, konnten sich diese daran gewöhnen und Resistenzen ausbilden.

In der Natur läuft das etwas anders, denn da steht der Pilz gegenüber dem Bakterium in Konkurrenz beim Kampf um Lebensraum. Der Pilz erzeugt für die Verteidigung seines Gebietes das so begehrte Antibiotikum. Entwickelt nun das Bakterium eine Resistenz, so merkt das der Pilz und ändert seine Strategie. Er strukturiert die Strukturformel so um, dass alle gewonnenen Resistenzinformationen des Bakteriums erst einmal wieder hinfällig sind und der Pilz sein Gebiet verteidigen kann. Das Antibiotikum ist also wieder einsetzbar und das Machtspiel beginnt von vorne.

Lasst den Pilz seine Arbeit tun.

Anstatt nun immer nach neuen Pilzen und wieder wirksamen Antibiotikern zu suchen, werden nun kleine Mengen des bisher verwendeten Pilzes zusätzlich mit seinen Antibiotiker gegeben. Der Pilz bemerkt nun die Unwirsamkeit seines Antibiotikums und erzeugt ein neues und wieder wirksames Antibiotikum.

Die neuen Forschungsansätze werden derzeit in mehreren Forschungseinrichtungen verfolgt.

Ingwer

Ingwer seine Heilwirkung und andere Einsatzmöglichkeiten

Anbau und Herkunft

Ingwer wächst in den tropischen und subtropischen Regionen. Er wird in Ländern wie Indien, Indonesien, Sri lanka, Vietnam, China, Japan, Australien, Frankreich, Nigeria und in Südamerika angebaut. Die Heimat der Ingwerpflanze ist nicht sicher bekannt. Möglicherweise hat sie ihren Ursprung in Sri Lanka oder auf den pazifischen Inseln. Im 9. Jahrhundert wurde die Pflanze im deutschen Sprachraum bekannt. Der größte Produzent ist Indien mit etwa 250.000 Tonnen pro Jahr, das größte Anbaugebiet ist in Nigeria, und der größte Exporteur ist China.

Inhaltsstoffe

Der Geruch des Ingwers erinnert an Zitronen oder Limetten. Er ist aromatisch und der Geschmack ist etwas scharf und würzig. Die wesentlichen Bestandteile sind dabei ätherische Öle, Harzsäuren und Gingerol, was dem Ingwer die Schärfe verleiht.
Weiter enthält Ingwer Zingiberen, Zingiberol, Shogaol und Diarylheptanoide. Darüber hinaus enthält die Ingwer-Knolle auch die verdauungsfördernden, magenstärkenden, appetit- und kreislaufanregenden Stoffe Borneol, Cineol, die Scharfstoffe Shogaol und Zingeron sowie Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Die Nutzung

  • Die Nutzung als Heilpflanze
    Verschiedene Zubereitungen von Ingwer werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende und anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie der Darmfunktion zugesprochen und wird insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet. 
  • Diabetes Typ 2
    Forscher fanden jetzt heraus, dass Ingwer einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat und so die Symptome der Krankheit Diabetes Typ 2 lindern kann.
  • Gegen Übelkeit und Erbrechen
    Die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) empfehlen die Anwendung von Ingwerwurzeln bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Übelkeit.
  • Auswirkungen auf die Blutgerinnung
    Der Ingwer enthält einen Wirkstoff, der die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken kann.
  • Entzündungen
    Gingerol hemmt die Erzeugung von Cyclooxygenase-2, das Entzündungsreaktionen wie bei Arthrose und Rheuma verursacht. Bei der Behandlung von Arthrose-Patienten wurde mit Ingwer die gleiche Schmerzlinderung erzielt, wie mit Ibuprofen. Auch in der 
    Tiermedizin z.B. bei Pferden findet Ingwer hier seine Anwendung.
  • Als Nahrungspflanze
    Grüner Ingwer vor allem in Süd- und Ostasien schon seit langer Zeit als Gewürz und Heilmittel verwendet. 
  • Gewürz
    Bei Liebhabern von scharf gewürzten Speisen sollte Ingwer auf keinen Fall fehlen. Zudem kann man mit Ingwer den lästigen Geruch vermeiden, der beim Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln entsteht. 
    Ingwer ist wie Kurkuma ein Bestandteil von Curry Pulver.
  • Eingelegt
    Ingwer schmeckt vorzüglich, wenn er kandiert gegessen wird. Vor allem in Großbritanien ist dies eine gern gesehene Süßigkeit, sowie Ingwer Konfitüre.
  • Getränk
    Ingwertee ist bekömmlich für den Magen und wirkt gegen Entzündungen im Hals- und Rachenraum. Als bekanntes Getränk ist Ginger Ale überall in der Welt eine beliebte Erfrischung.

Kurkuma

Kurkuma

Kurkuma und der Wirkstoff Curcumin ist eigentlich kein Wundermittel und wird hauptsächlich in der Herstellung von Currypulver verwendet. Weiterhin findet man es in Nahrungsergänzungsmitteln, Margarine, Teigwaren, Kartoffelflocken, Reis-Fertiggerichten, Senf, sogar in Konfitüre und Marmelade. Früher wurde es auch als Färbemittel für Wäsche oder Papier für Gelbtönungen genutzt.

Wirkung bei Arthrose und Schmerzen

Seit einigen Jahren hat man auch eine medizinische Wirkung nachgewiesen. Gerade bei Menschen mit Arthrose und Schmerzen in den Gelenken wirkt Curcumin im Vergleich wie Ibuprofen, Diclofenac, Glucosamin. Da Kurkuma jedoch noch weitere nützliche Inhaltsstoffe hat, kann es bei vielen leidenden Menschen eine heilende Wirkung haben.

Lesen Sie hierzu auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Curcumin

Kurkuma auf Wikipedia

Vorsicht ist dennoch geboten

Bei längerer Einnahme kann es zu Blutungen in der Prostata, Blase und in den Harnwegen kommen.
Wenn man bemerkt, dass der Urin zunehmend eine rotbräunliche Färbung annimmt (die ersten paar Tropfen), sollte man die Einnahme von Curcumin für eine Woche absetzen und ggf. die Dosis herabsetzen. Besonders sollten Anwender von Blutverdünnern darauf achten.

Medizinische Wirkungen

Curcumin ist Gegenstand einer Vielzahl medizinischer Studien zu mehreren verschiedenen Krankheitsbildern. Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie wurde jedoch noch nicht erfolgreich durchgeführt.

2016 legte James W. Daily eine Metaanalyse vor, die eine schmerzlindernde Wirkung mit guten Ergebnissen zeigte.

Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion und nimmt einen positiven Einfluss auf die Gallensäurenproduktion.

Einzelnen Autoren nennen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen. Bei genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin in Einzelstudien wirksam gegen Mukoviszidose. Dieser Effekt konnte aber bisher nicht an menschlichen Versuchspersonen reproduziert werden. Andere Forschungsergebnisse ergaben, dass Curcumin das Tumorsuppressorprotein p53 abbaut und somit das Wachstum von Krebszellen nicht nehr gehemmt werden könnte. Es war jedoch nicht eindeutig, da 2005 in einem anderen Experiment mit curcuminbehandelten Brustkrebszellen der p53 Wert sogar zunahm. Diese Mechanismen wurde jedoch an menschlichen Versuchspersonen bisher nicht wissenschaftlich durchgeführt.

Strukturformel aus Wikipedia
Strukturformel aus Wikipedia
 

Durch Hemmung gewisser Enzyme soll Curcumin entzündungshemmend wirken. Diese Wirkung wurde von Patienten mit Knie-Arthrose behauptet.

Darüber hinaus wurden Effekte von Curcumin auf den Knochenstoffwechsel erkannt, was sich auf die Knochengesundheit positiv auswirken kann, aber noch mit einer Studie zu belegen ist.

Die wirkungsvollste Einnahme von Kurkuma

Das im Kurkuma enthaltene Curcumin ist kaum wasserlöslich und wird vom Körper ohne Hilfsstoffe nur sehr schwer aufgenommen.

Daher sollten Sie Kurkuma am besten mit Pfeffer und Leinöl zu sich nehmen.

Das Curcumin löst sich in Öl besonders gut und das im Pfeffer enthaltene Piperin vervielfacht die Aufnahme im Körper. Leinöl enthält zudem eine Menge ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäure.

Hier noch ein Video:

Entdecken Sie den Chaga Pilz

Entdecken Sie den Chaga Pilz mit besonderer Heilwirkung

Bei uns in Deutschland ist der wertvolle Chaga Pilz – Schiefer Schillerporling (Inonotus obliquus) trotz seiner erwiesenen Heilwirkung kaum bekannt. Am ehesten findet man ihn an Birken in Lappland, Sibirien, Finnland und Schweden. 

Zur Anwendung bei

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Entzündungen
  • Gastritis
  • Magengeschwüre
  • Krebs
  • Psoriasis, Akne und Neurodermitis
  • Parodontose
  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Hämorrhoiden

Linkempfehlung: https://www.chagapilz.org/

Der vewandte Birkenporling steht ihm in nichts nach.

Als Vitalpilz wurde der Birkenporling schon vor 5000 Jahren in der Steinzeit genutzt. Als Tee zubereitet wirkt er gegen Müdigkeit und beruhigt die Nerven. Wissenschaftlich wird er als Piptoporus Betulinus bezeichnet.

Seine Wirkung und Empfehlung bei

  • Magen-Darmproblemen
  • Infekten – wirkt antibakteriell und antiviral
  • Entzündungen – wirkt hemmend entgegen
  • verbessert den Haarwuchs
  • hemmt Krebszellen am Wachstum
  • hilft gegen Sodbrennen
  • wirkt beruhigend und ausgleichend
  • stillt Blutungen
  • stärkt das Immunsystem
  • wurmtreibend