Kurkuma

Kurkuma und der Wirkstoff Curcumin ist eigentlich kein Wundermittel und wird hauptsächlich in der Herstellung von Currypulver verwendet. Weiterhin findet man es in Nahrungsergänzungsmitteln, Margarine, Teigwaren, Kartoffelflocken, Reis-Fertiggerichten, Senf, sogar in Konfitüre und Marmelade. Früher wurde es auch als Färbemittel für Wäsche oder Papier für Gelbtönungen genutzt.

Wirkung bei Arthrose und Schmerzen

Seit einigen Jahren hat man auch eine medizinische Wirkung nachgewiesen. Gerade bei Menschen mit Arthrose und Schmerzen in den Gelenken wirkt Curcumin im Vergleich wie Ibuprofen, Diclofenac, Glucosamin. Da Kurkuma jedoch noch weitere nützliche Inhaltsstoffe hat, kann es bei vielen leidenden Menschen eine heilende Wirkung haben.

Lesen Sie hierzu auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Curcumin

Kurkuma auf Wikipedia

Wirkung bei hohem Blutdruck im Eigenversuch getestet

Wer wie ich Medikamente gegen erhöhtem Blutdruck nehmen muss, sollte bei der Einnahme von Kurkuma vorsichtig sein.
Bereits 1 Teelöffel Kurkuma zusammen mit 1 Teelöffel Pfeffer und 1 Teelöffel Leinöl senkt den Blutdruck erheblich.
Bei mir fiel der systolische Wert um 25 und der diastolische Wert um 15 kurz nach der Einnahme (20 Min.). Dies hatte dann ein leichtes Abrutschen unter den Normalwerten zufolge (80/115 vorher 95/140). Es wäre zu empfehlen die Blutdruckmedikamente zu reduzieren oder wegzulassen, aber bitte in Absprache mit Ihrem Arzt. Inzwischen kann ich meine Blutdrucksenker weglassen, denn ich habe wieder Normalwerte erreicht (82/127). 3 bis 4 x Sport die Woche (je 20 Min. Fahrradfahren und 10 Min. Krafttraining) sorgen für das körperliche Wohlbefinden. Zudem achte ich auf eine gesunde Ernährung. Salz erhöht den Blutdruck und daher sollte man viel trinken. Nach einer deftigen Malzeit mindestens einen halben Liter Wasser, kein alkoholhaltiges Bier. Später gerne auch ungesüßter Tee. Denn zuviel Zucker schadet bekanntlicher Weise, aber dazu gibt es ein anderes Thema – Diabetes Typ 2, Blutzucker ohne Medikamente selbst senken.

Medizinische Wirkungen

Curcumin ist Gegenstand einer Vielzahl medizinischer Studien zu mehreren verschiedenen Krankheitsbildern. Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie wurde jedoch noch nicht erfolgreich durchgeführt.

2016 legte James W. Daily eine Metaanalyse vor, die eine schmerzlindernde Wirkung mit guten Ergebnissen zeigte.

Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion und nimmt einen positiven Einfluss auf die Gallensäurenproduktion.

Einzelnen Autoren nennen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen. Bei genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin in Einzelstudien wirksam gegen Mukoviszidose. Dieser Effekt konnte aber bisher nicht an menschlichen Versuchspersonen reproduziert werden. Andere Forschungsergebnisse ergaben, dass Curcumin das Tumorsuppressorprotein p53 abbaut und somit das Wachstum von Krebszellen nicht nehr gehemmt werden könnte. Es war jedoch nicht eindeutig, da 2005 in einem anderen Experiment mit curcuminbehandelten Brustkrebszellen der p53 Wert sogar zunahm. Diese Mechanismen wurde jedoch an menschlichen Versuchspersonen bisher nicht wissenschaftlich durchgeführt.

Strukturformel aus Wikipedia
Strukturformel aus Wikipedia
 

Durch Hemmung gewisser Enzyme soll Curcumin entzündungshemmend wirken. Diese Wirkung wurde von Patienten mit Knie-Arthrose behauptet.

Darüber hinaus wurden Effekte von Curcumin auf den Knochenstoffwechsel erkannt, was sich auf die Knochengesundheit positiv auswirken kann, aber noch mit einer Studie zu belegen ist.

Die wirkungsvollste Einnahme von Kurkuma

Das im Kurkuma enthaltene Curcumin ist kaum wasserlöslich und wird vom Körper ohne Hilfsstoffe nur sehr schwer aufgenommen.

Daher sollten Sie Kurkuma am besten mit Pfeffer und Leinöl zu sich nehmen.

Das Curcumin löst sich in Öl besonders gut und das im Pfeffer enthaltene Piperin vervielfacht die Aufnahme im Körper. Leinöl enthält zudem eine Menge ungesättigte Fettsäuren mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäure.

Hier noch ein Video: